von Isabel | 19. Januar 2012

¡Viva la España!

Klappe die zweite. Wieder ermöglicht OTTO mir einen spannenden Aufenthalt im Ausland. Diesmal nicht so fern, dafür aber umso länger! Diesen Sonntag begebe ich mich um sechs Uhr in der Früh auf meine Reise nach Spanien/Alicante um dort acht Wochen lang ein Tochterunternehmen der Otto Group unter die Lupe zu nehmen und selbstverständlich meinen Arbeitskollegen in Spé tatkräftig unter die Arme zu greifen. Wieso, weshalb, warum? Und wer bezahlt mir das? Seht selbst, was es für Möglichkeiten gibt.

Vom ersten Gedanken zur Umsetzung

Meine Ausbildung befindet sich im Endspurt. Da kommt die Frage auf: Habe ich alles ausgenutzt und probiert? Jein. Ich war im November für eine Woche im eindrucksvollen Indien, ich habe einen Umweltbereich OTTOs kennen gelernt, ich habe meine Pflichtabteilungen durch und ich kann meine Passion ausleben und hier im Blog schreiben. Soweit, so gut. Doch die Möglichkeit, für längere Zeit eigenständig ins Ausland zu gehen und noch einmal einen ganz anderen Zweig des Konzerns kennenzulernen, habe ich noch nicht umgesetzt.

Atemberaubender Traumstrand in Alicante

In unserem Intranet gibt es eine Übersicht der Auslandsmöglichkeiten.  Wohin man in welches Unternehmen gehen kann und welche Sprache im Büro gesprochen wird, ist dort nachzulesen. Ich entdeckte Spanien und es blitzte sofort in meinen Augen. Mein damaliger Aufenthalt in Costa Rica ließ mich in der Praxis Spanisch sprechen, nachdem ich in der Oberstufenzeit freiwillig einen Kurs dieser Sprache wählte. Ich bezweifle zwar, dass diese Praxis reicht, um im Büro fließend Spanisch zu sprechen, doch nur mit einem “Ehm” und “Äh” werde ich mich dort gewiss auch nicht herum schlagen.

Ich möchte also nach Spanien. Einen Termin mit einer Kollegen aus dem Personal- Konzern Bereich, einen Termin mit meiner Referentin zum “Auslandscheck” (es müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein) und ein Motivationsschreiben auf Spanisch später, rief mich dann eines Tages ein Manuel aus Spanien an um mir mit seiner heiteren Art kundzugeben, dass ich gerne ein Praktikum dort absolvieren könne.

Parallel stellte sich mir natürlich die Frage:

Woher soll das Geld kommen?

Immerhin beziehe ich hier im teuren Hamburg eine Wohnung, immerhin muss ich dort ebenfalls eine Wohnung beziehen. Und was ist mit anderen Ausgaben in der Freizeitgestaltung?

Zunächst stellte ich meine Wohnung bei www.wg-gesucht.de rein und habe von

Mein Zimmer in der WG

diversen Interessenten auch jemanden gefunden. Meine Miete hier ist also schon mal bezahlt.

Indien wurde sehr stark bezuschusst, genau genommen zahlte mir OTTO nahezu alles für diesen Aufenthalt. Es gibt zwar Stipendien für Auslandseinsätze, jedoch wollte ich mich der Fairness halber den anderen reiselustigen Azubis gegenüber nicht dafür bewerben, bzw. ich sah meine Chancen auch eher schlecht. Ich googlete also “Stipendium für Auszubildende” und tadaaa! Ich stieß auf das “Leonardo da Vinci- Programm”. (Mehr Infos hier) Es wurde bereits in einem anderen Zusammenhang darüber gebloggt. Den Artikel seht ihr hier.

Für mich ist dieses Stipendium genial. Es ist ein EU- finanziertes, von dem keinerlei Sozialversicherungsbeiträge abgehen. Einen Infotermin und eine komplette Bewerbung mit übersetztem Berufsschulzeugnis, einem Formular und einem EU- genormten Lebenslauf ebenfalls auf Spanisch später, erhielt ich die E- Mail aus der Möbilitätsagentur Hamburg zur Bestätigung der Teilnahme am dem besagten Programm.

Das eine hätte ohne das andere nicht funktioniert, auch machte sich meine Referentin Sorgen, dass sich acht Wochen Ausland mit Verkürzen der Ausbildungszeit (ich bin nun nach zwei Jahren fertig) schwierig gestalten. Doch probieren geht ja bekanntlich über studieren und so kommt es, dass ich mich nun in vier Tagen auf die Socken mache!

Kleine Info: In Alicante sind derzeit um die 20 Grad und generell scheint dort die Sonne 360 Tage im Jahr!  Ich werde berichten. Unter anderem vom meinem sportlichen Plan, wie ich zur Arbeit gelangen möchte und von der verrückten Weiber- WG, in die ich ziehen werde.  :)

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  • http://www.ausbildungsblog.de/ Festo Ausbildung

    Liebe Isabel,
    den Blogbeitrag von Ihnen finde ich klasse! Eine tolle Chance, einen Auslandsaufenthalt in Spanien zu verbringen! Auch wir haben letztes Jahr 2 Industriekaufleute mit Zusatzqualifikation Wirtschaftsmanagement für 4 Wochen nach Mexico entsendet. Dies ist fester Bestandteil der Ausbildung bei Festo. Einen tollen Beitrag gibt es dazu unter: http://www.ausbildungsblog.de/2011/07/18/viva-la-mexico/

    Viel Erfolg den Blogger/innen von OTTO
    Sonja Heldt